Am letzten Sonntag war es soweit – ca. 187.500 Einwohner des Bezirks Friedrichshain-Kreuzberg waren aufgerufen, über die künftige Bebauung des Spreeufers abzustimmen. Mindestens 15 Prozent (etwa 27.400 Stimmen) der Wahlberechtigten mussten teilnehmen, um die Gültigkeit des Bürgerentscheids zu gewährleisten. Das Ergebnis ist eindeutig: fast 87 Prozent der 35.000 Teilnehmer setzten ihr Kreuzchen hinter dem Antrag der Initiative Mediaspree versenken. Bleibt zu hoffen, dass die nun einsetzende politische Diskussion sinnvolle Ideen zur Gestaltung des Spreeufers hervorbringt.
Heute lag die Abstimmungsbenachrichtigung für den Bürgerentscheid in Friedrichshain-Kreuzberg über die Bebauung des Spreeufers in meinem Briefkasten. Das Bürgerbegehren “Spreeufer für alle” war bereits vor Fristende am 1. April 2008 mit deutlich mehr als den 5.500 notwendigen Unterschriften erfolgreich. Die Initiative fordert eine Uferlandschaft als Grün- und Kulturfläche.
Somit gibt es nun einmal mehr die Möglichkeit zu direkter Demokratie in Berlin, deshalb fleißig teilnehmen am 13. Juli 2008. Stimmt für die Kiezkultur entlang der Spree und gegen menschenleere Betonwüsten am Wasser.
Vor ein paar Tagen habe ich den aktuellen Zustand des Palasts der Republik auf einigen Fotos festgehalten. Traurig ist’s. 2002 war der Abriss des Palastes zugunsten eines Wiederaufbaus des historischen Berliner Stadtschlosses beschlossen worden.
Ob das Bauvorhaben den architektonischen Wert der Umgebung tatsächlich aufwertet, bleibt abzuwarten. Bisher erleben Passanten und Touristen am Schlossplatz sich in regelmäßigen Abständen wandelnde Ansichten der Palastrelikte.
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